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Wärmepumpen im Gebäudebestand

Wärmewende #Mehrfamilienhaus#Heizung#Gebäude
Bestehende Heizsysteme in Wohn- und Nichtwohngebäuden werden durch elektrisch betriebene Wärmepumpen ersetzt, die Umgebungswärme aus Luft, Erdreich oder Wasser nutzen.

Viele Heizsysteme im Bestand basieren noch auf fossilen Brennstoffen und verursachen hohe CO₂-Emissionen.

Der Umstieg auf Wärmepumpen ermöglicht eine deutliche Reduktion der Emissionen im Gebäudesektor, insbesondere bei Nutzung erneuerbarer Stromquellen.

Warum diese Lösung wichtig ist

Rund zwei Drittel der Heizsysteme in Deutschland sind veraltet und basieren auf Erdgas oder Heizöl. Wärmepumpen ermöglichen klimafreundliches Heizen ohne lokale Emissionen und verringern die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten.

Das Fraunhofer ISE hat 2025 bestätigt, dass Wärmepumpen auch in unsanierten Altbauten effizient und zuverlässig arbeiten können. Selbst mit bestehenden Heizkörpern erreichen sie Jahresarbeitszahlen über 3,0 und senken CO₂-Emissionen um bis zu 66 % (mit Ökostrom bis 80 %). Durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Strommix wird ihre Klimabilanz immer besser.

So funktioniert die Lösung

Wärmepumpen gewinnen Energie aus der Umgebungsluft, dem Erdreich, Grund- oder Flusswasser und heben diese mithilfe elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau an. Im Gebäudebestand werden meist Luft-Wasser-Wärmepumpen eingesetzt, zunehmend aber auch Systeme mit alternativen Wärmequellen wie Erdwärme, Flusswasser oder Abwasser. Untersuchungen des Fraunhofer Instituts zeigen, dass Wärmepumpen langfristig
kostengünstiger als Gasheizungen sind.

Bei Mehrfamilienhäusern kommen spezielle modulare Lösungen einer Wärmepumpe zum Einsatz, etwa Etagenheizungen oder zentrale Wärmepumpen-Module, die mehrere Wohneinheiten gleichzeitig versorgen.

Nutzung heute

Der Markt für Wärmepumpen wächst rasant, insbesondere im Bestand. Inzwischen gibt es technische Lösungen für nahezu alle Gebäudetypen, einschließlich größerer Wohngebäude und Altbauten. Moderne Geräte erreichen auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen hohe Effizienz. Pilotprojekte zeigen, dass sogar Flusswasser-Wärmepumpen erfolgreich in urbanen Gebieten eingesetzt werden können.

Vorteile & Grenzen

Vorteile: Senkung von Heizkosten, deutliche CO₂-Reduktion, Nutzung erneuerbarer Wärmequellen, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen (inkl. keine Kosten für Gasanschluss).

Grenzen: Investitionskosten, ggf. technische Umrüstung (z. B. bei Heizkörpern), Platzbedarf für Außeneinheiten und ggf. Schallemission. In Mehrfamilienhäusern ist die Planung komplexer, wird aber durch modulare Systeme und Etagenlösungen zunehmend praktikabel.

Was es braucht für mehr Verbreitung

Für eine breite Einführung sind klare Förderbedingungen, Informationskampagnen und vereinfachte Genehmigungen erforderlich. Besonders Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften können durch koordinierte Quartierskonzepte und gemeinschaftliche Wärmepumpensysteme Skaleneffekte erzielen.

In Kombination mit PV und Pufferspeichern kann der Betrieb nochmals günstiger sein.

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